Sonntag, 16. November 2008

15. - 16.11. - Chris

Colonial Core und Paulaner Bräuhaus

Welche ein kontrastreiches Wochenende!

Am Samstag habe ich, nach erster überstandener Magen-Darm-Verstimmung (Danke Claudi für die Tabletten!), den kolonialen Stadtkern näher angesehen. Diese herrschaftlichen Kolonialbauten verleihen dem Gebiet eine einzigartige Atmosphäre. Man fühlt sich zurückversetzt in die Gründerzeit und sieht Raffles beim Teetrinken zu, während er auf seiner Terrasse am Singapore River den Vertrag für die East India Company unterschreibt und Singapur zu einem der wichtigsten Handelsposten des britischen Empires macht. Hier lässt es sich aushalten! Vorbei am Padang (Kricket- und Hockeyfeld des noblen Singapore Cricket Clubs; Mitgliedschaften ab 2.000€ pro Jahr), den Queen Elizabeth Walk flussabwärts erreicht man das Raffles Hotel (Zimmer pro Nacht zwischen 800 und 6.000€), in dem schon Kaiser, Könige und Präsidenten wie auch Charlie Chaplin, Hermann Hesse oder Michael Jackson residierten. Hier wurde 1915 auch in der hoteleigenen Bar der Singapore Sling kreiert. Wer Geld hat, kann dieses in der angrenzenden Arkade auch wieder los werden. Citizen, D&G und Swarovski-Läden gibt es hier zu genüge.

Ausgeträumt geht’s dann weiter in den Fort Canning Park, dem ehemaligen Sitz des malaiischen Königreichs. Die alten Festungstore und Artilleriegeschütze bewachen heute aber nur noch den christlichen Friedhof und den Kräutergarten.

Am Abend war dann die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Singapurer angesagt, Essen. Aber nicht irgendwo, sondern bei der Food Safari, einer Messe rund ums Thema Essen. In vier Ausstellungshallen wurden kulinarische Köstlichkeiten aus asiatischen und europäischen Ländern zubereitet. Wie gesagt, hier riecht es überall nach Essen, selbst in den Messehallen.

Und da wir schon beim Thema sind: Heute hat es mich umgehauen. Denn wir (11 Deutsche und ein Inder) waren heute zum Brunch im Paulaner Bräuhaus. Ja, richtig gelesen. Deutsches Essen und Bier aus eigener Brauerei. All-you-can-eat-and-drink für 25€. Grüne Salate, Kartoffel- und Nudelsalat, Brezeln, Weißwürste, Nürnberger, Lammragout, gebackenes Hühnchen, Hackbällchen, Kartoffelecken, Bratkartoffeln, Kartoffelbrei und Entenbraten waren erst der Anfang. Denn das Nachtischbüffett bestand aus: Apfelstrudel, Käsekuchen, Schokotorte, Windbeutel, Schokofondue mit Obst, Mövenpick-Eis, Mousse au Chocolat, Käseplatte…

Ich kann’s nicht beschreiben, aber ich glaube „traumhaft“ trifft es am ehesten. So kann ich (noch immer im Hochgenuss) meinen heutigen Bericht beenden und hoffen, dass der alte Raffles damals auch so verwöhnt wurde.

Gruß Chris

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