Sonntag, 9. November 2008

06. - 08.11. - Katrin meets Kiwis

Liebe Leser!

Ich habe in den letzten Tagen so viel erlebt und Eindruecke gesammelt, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll zu erzaehlen. Ich versuch es mal chronologisch. Als ich in Singapur abflog, war der Flughafen genauso leer, als wie wir ankamen. Ich war natuerlich am falschen Terminal. Die MRT (Metro) haelt automatisch am Terminal 3 und ich hab nach einigem herumirren rausgefunden, dass ich zu Terminal 2 muss. Aber Singapur ist ja eine moderne Stadt, also gibt es eine Sky-Tram, die die Terminals miteinander verbindet und mit der man kostenlos fahren kann. Nach 20 min hab ich endlich eingecheckt (22.9 kg) und habe mir erstmal was zu Essen geholt, da ich seit mehr als 12 h nichts gegessen hatte. Nachdem ich meinen Wopper verdrueckt hatte, ging ich zum Bording. Und nach ein paar Minuten Verspaetung sind wir abgeflogen. Noch einen letzten Blick ueber die wirklich sehr schoene und grosse Stadt, dann gings ab nach Borneo (Brunei).
In Bandar Seri Begawan angekommen wurde ich nicht nur von einer noch erdrueckenderen Hitze ueberrascht, sondern auch sofort von einem lieben Einheimischen angesprochen, ob ich in die Stadt wolle und wieviel Zeit ich denn haette, er macht Stadtrundfahrten fuer Touristen und ob ich denn Interesse haette. Da die Taxifahrten hier sehr teuer sind, obwohl der Sprit nur 0,25 Euro kostet, sagte ich zu und nahm an einer 4 h Stadtrundfahrt Teil, die sich wirklich gelohnt hat. Wir waren insgesamt 8 Personen plus Fahrer (Sam). Sam war vor ueber 14 Jahren von den Phillippinen in die Brunei gekommen und gehoert hier zur unteren Mittelschicht. Zuerst besuchten wir den Wohnsitz des Sultans, dann seinen Palast (Arbeitsplatz) und anschliessend waren wir in einem Museum, indem es ausschliesslich um die Sultansfamilie ging. Hier musste man vorher seine Schuhe ausziehen, bevor man rein durfte. In allen Museen hier konnte nur in der Lobby fotografiert werden. Es war sehr interessant was ueber dieses Land zu erfahren, da man sonst nie etwas darueber hoert. Hier herrschen strenge muslimische Gesetze, aber auch andere Religionen werden geduldet. So gibt es auch eine Kirche und einen chinesischen Tempel. Es gibt auch zwei Gerichte. Eins fer die Moslems und eins fuer das Zivile Recht. Jeder der fuer die Regierung arbeitet, bekommt ein Haus und ein Auto zur Verfuegung gestellt (Neben gutem Verdienst). Aber der Sultan schenkt auch den armen Geld und hat ein gutes Abhaengigkeitssystem entwickelt, so dass ihn alle moegen und er machen kann, was er will.
Als naechstes waren wir noch in einem historischen Museum und haben uns das Leben der Malayen und deren Traditionen naeher angeschaut. Von hier aus ging es zur Water-Village. Das war echt beeindruckend. Das ist ein Dorf im Wasser gebaut. Alles steht auf Stelzen, aber die sind untereinander alle miteinander verbunden. Dieses Dorf hat seine eigene Tankstelle, Schule, Supermarkt, und vieles mehr. Die fahren da mit Speedboats vom Village zum Land. Die Hauser sehen zwar ziemlich heruntergekommen aus, aber diejenigen, die da wohnen sind nicht arm, sie wohnen da weil es so Tradition ist und weil sie es wollen, aber alle haben noch ein Haus auf dem Land. Da nichts mehr zu dem Village hinzugebaut werden darf, wird es irgendwann wohl nicht mehr existieren. Alles was abbrennt, ist fuer immer verloren, es darf nicht neu aufgebaut werden. Wir wurden mit einem Speedtaxi abgeholt und die Fahrt war echt der Hammer. Nichts fuer schwache Maegen. Dann haben wir an so einem Haus angelegt und wurden mit Tee und Gebaeck bereits erwartet. War wunderschoen. Von da aus ging es schon Richtung Flughafen. Wir haben noch einen kurzen Stopp im Hotel Empire gemacht. Dieses 6 Sterne Hotel ist echt super chic und wir haben sogar die Toiletten nutzen duerfen. Die letzeten 1 1/2 h Stunden verbrachten wir zusammen am Flugahfen und unterhielten uns ueber dies und das. Dabei war auch ein Neuseelaender und ich hab schnell gemerkt, dass ich ihn nicht wirklich verstehe.

Den Flug nach Auckland, hab ich wie schon geschrieben gut ueberstanden und auch bei dem kurzen Flug nach Christchurch hatten wir lediglich etwas Verspaetung. Am Flugahfen wurde ich dann von David (meiner Kontaktperson von der Firma) abgholt und wir haben zusammen auf mein Gepaeck gewartet, dass zum Glueck auch ankam. Er hat mich zu meinem neuen Heim gebracht, wo ich herzlich von einer meiner Mitbewohnerin empfangen wurde. Simone ist selbstaendige Webdisignerin und arbeitet zu Hause. Sie hat mir alles gezeigt (Kueche, Bad, Waschraum, mein Zimmer, Wohnzimmer, Garten mit Gemuese und Huehnern und die zwei Katzen Majestic und Maleika. Wir haben uns den ganzen Nachmittag unterhalten und ich habe gelernt sie etwas besser zu vertsehen. Abends kam dann Esther nach Hause und sie haben fuer mich gekocht. Spaeter haben wir uns einen Film ausgeliehen und gemuetlich Fern geschuat. Wir haben festgestellt, dass wir den gleichen Geschmack in Sachen Filme haben. Am naechsten Tag hab ich erstmal bis viertel Zwoelf geschlafen. Dann hab ich mit Esther im Garten gefruhstueckt und wir haben beobachtet wir Maleika die Huehner jagt. Das war witzig, da sie am Schluss mehr angst vor den Huehnern hatte, die sich natuerlich gewehrt haben. Anschliessend waren wir im Supermarkt (der war richtig gut), Geld holen und den Film wegschaffen. Danach sind wir noch auf einen Huegel gefahren und haben die einzigartige Aussicht auf Christchurch genossen. Es ist atemberaubend. Nach einer kurzen Wanderung durch einen kleinen Park bei uns um die Ecke, haben wir uns dann fertig gemacht zum weggehen. Wir sind zu einem BBQ zu Freunden gefahren. diese haben eine neues Haus (als WG), dass auf einem Huegel liegt. Auch hier hatte man eine unbeschreibliche Sicht auf die Ostkueste bis nach Christchurch (Sie wohnten in einem kleinen Nest suedlich von Ch). Das BBQ war echt toll, es gabe alles moegliche an Salaten, Dips, Tacos und Punsch. Danach sind wir in einen anderen Ort zum Feuerwerk gefahren. Anlaesslich des Guy Fawkes Day am 05.11. haben die hier auch mitfeiern wollen und das Feuerwerk aufs Wochenende verlegt. Da war es richtig kalt und wir haben uns fast alles abgefroren, aber es hat sich gelohnt. Es war ein sehr schoenes Feuerwerk. Heute bin ich das erste mal wieder alleine und habe endlich Zeit euch das hier zu schreiben. Ich kann den Laptop meiner Mitbewohnerin nutzen. Heute frueh bekam ich sogar Fruehstueck serviert. Toast, gebratene Champies und pouchierte Eier von den eigenen Huehnern. Lecker!
Morgen werde ich das erstemal arbeiten und bin schon sehr gespannt. Mal sehen was mich da erwartet. Bilder folgen bald.

Gruss Katrin

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