Sonntag, 28. Dezember 2008

28.12. - Chris

Little India

Heute hab ich mir einen Einblick in die hinduistische Welt verschafft, in Little India. Viele bunte Tempel gibt es in diesem Gebiet zu besichtigen. Hier dürfen auch "Ungläubige" die Gebetshallen betreten, ganz im Gegensatz zu den muslimischen Moscheen.
Einzige Voraussetzung: Schuhe uns Socken ausziehen! Die Tempel wirken zwar von außen sehr kitschig (vor allem der Eingangsturm "Gopuram"), sind aber von innen recht eindrucksvoll. Meist sind sie einer Gottheit geweiht. Trotzdem gibt es an den Seiten mehrere Nebenheiligtümer.
Das Gebet läuft nicht im Sitzen oder Stehen ab, sondern ist mehr ein Rundlauf. So werfen sich die Gläubigen am Eingang zu Boden, beten an allen Heiligtümern, umrunden mehrmals bestimmte Figuren und läuten beim Verlassen eine Glocke am Eingangstor.

In den Straßen geht es nicht weniger turbulent zu. Reges Treiben vor allem im Mohammad Mustafa Center. Eine Auswahl, die ihresgleichen sucht. Wer schon mal da war, weiß wovon ich spreche.

Zum Schluss ging's dann noch ins Malaiische Viertel. Dort steht die größte Moschee Singapurs, die Sultan Mosque. Recht üppig von außen. Ungläubige dürfen aber wie gesagt die Gebetshallen nicht betreten. Schade.


Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch!

Samstag, 27. Dezember 2008

Dezember - Chris

Der Dezember begann mit viel Regen. Vor allem die ersten beiden Wochenenden hat es ununterbrochen geregnet, so dass ich mir ein paar Museen angesehen habe. Das wohl bedeutenste und größte Museum, ist das 120 Jahre alte "National Museum of Singapore". Nicht nur äußerlich macht es mit seiner kolonialen Fassade was her. Auf fast 20.000m² bringt es einem die Geschichte (von der Entdeckung, über die Japanische Besatzung nach dem 2. Weltkrieg bis zur Gegenwart) Gesellschaft und Kultur Singapurs näher. Und dies auf hoch moderne Weise, da jeder Besucher einen Audioguide (wie ein größerer iPod) bekommt, mit dessen Hilfe man alles erzählt bekommt und nachlesen kann.

Das Discovery Center war dagegen eher ein Reinfall. Viel zu entdecken, gab es leider nicht und wenn dann wohl nur für Kleinkinder. Einzige Höhepunkte waren eine 4D-Krisensimulator (was passiert, wenn in der MRT-Station Raffles Place eine Bombe explodiert), eine Bustour durch das Ausbildungsgebiet der Armee und das 3D-Kino. Zudem gab es dann für die Museumsbesucher noch ein Angebot am Abend einen aktuellen Kinofilm zu sehen. Und so sah ich dann Madagascar 2 für 1,75€ mit fünf weiteren Personen. Billiger geht's wohl nicht.

Ab Mitte Dezember wurde es dann wieder trockener und vor allem wärmer. So konnte ich mich dann auch wieder länger draußen aufhalten und das Wetter genießen. Unter anderem im Chinesischen und Japanischen Garten, die beide ganz landestypisch gestalltet und durch eine Brücken verbunden sind. Sehr schön waren die Pagoden, die chinesischen Steinfiguren und die Bonsaiausstellung in den kleinen offenen Räumen.


Heute war ich im Sungei Buloh Wetland Reserve, dem einzigen geschützen Feutgebiet des Landes. Das 87 ha große Naturschutzgebiet beheimatet mehr als 500 Arten tropischer Flora und Fauna und ist ein Rastplatz für Vögel auf ihrem Zug zwischen Ostasien und Indonesien, Australien, Neuseeland. Auf einer sehr interessanten 1,5-stündigen Führung durch das Mangrovengebiet bekam ich dann so einiges zu sehen: Warane, Schlammspringer (Fische, die sich auch an Land fortbewegen können), Tree Crabs (Krabben, die Bäume hoch laufen), Eisvögel (die ins Wasser tauchen, um sich ihre Nahrung zu besorgen), Spinnen, Eichhörnchen und Moskitos.


Ach ja - und an Weihnachten war ich am Hafen und hab mir ein gutes deutsches Essen gegönnt: Käsespätzle mit nem Paulaner Weißbier.

Freitag, 19. Dezember 2008

Abwesenheit - Katrin

Hiermit mach ich's Oeffentlich (ichisichisichisich):
Ich bin vom 22.12.2008 bis zum 11.01.2009 nicht erreichbar, da ich mir etwas die Insel anschaue. Falls es irgendwas super Dringendes gibt, hat Chris meine Handynummer!
Ich wuensche allen ein frohes und harmonisches Weihnachtsfest, einen fleissigen Weihnachtsmann und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2009! Feiert schoen, lasst euch euren Braten schmecken. Ich werde sowohl Weihnachten, als auch Silvester am Strand verbringen und wahrscheinlich grillen.


P.S.: Die Rafting-Bilder sind jetzt online!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Kleinigkeiten! - Katrin

1. Wetter:

In Neuseeland wird nicht von Klima gesprochen, sondern nur von Wetter! Hier gibt es kein Klima. So ein Durcheinander habe ich nocht nie erlebt. Von einer auf die andere Sekunde, kann das Wetter hier so schnell umschlagen. Sehr auffaellig ist vor allem der Wind. Ich weiss nicht ob es schon jemandem aufgefallen ist – ich glaube, ich habe es erst 20mal erwaehnt - aber hier ist es sehr windig. Und wenn man Fahrrad faehrt, hat man natuerlich immer Gegenwind (was sonst). In Neuseeland kann man ja schliesslich 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben. Mal sehen, ob ich das Vergnuegen noch haben darf. Letztes Jahr hat es hier zu Weihnachten geschneit (in den Bergen, aber immerhin).

2. Mode:

Prinzipiell nicht vorhanden. Alle Personen ueber 40 laufen hier wie in den 80er Jahren rum. Socken in den Sandalen ist hier Pflicht. Jogginghose auf Arbeit, Pulli in die Hose gesteckt. Sieht toll aus! Frisuren sind meistens auch keine vorhanden. Meistens ein Mix aus Kaltwelle und Vokuhila. Die Jugend kleidet und frisiert sich dann doch etwas internationaler. Aber das schoene an Neuseeland ist, dass es keinen stoert. Mode ist hier nicht wichtig. Auch Reichtum, oder Sauberkeit (dreckige Fingernaegel scheinen auch ein Wahrzeichen Neuseelands zu sein) sind hier keine Massstaebe. Hier wird ein jeder nach seinem Charakter beurteilt. Das ist doch traumhaft. Es ist sogar nicht erwuenscht, zu zeigen was man hat. Wer hier mit teurem Auto rumfaehrt wird nur schief angeschaut. Wer Geld hat zeigt es nicht und wer keins hat, dem sieht man es nicht an. In der Schule werden Schuluniformen getragen und auf Arbeit (wie schon erwaehnt) ein Mix aus allem. Anzug, Jogginghose, Jeans,... (Nein Papi: nicht alles gleichzeitig!)

3. Nahrung:

Sehr lecker. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viel Obst, Gemuese und Vollkorn gegessen, wie hier. Meine Kollegen ernaehren sich alle sehr gesund. Zum Lunch (Mittag) gibt es immer mindestens 2 Fruechte und auf den Vollkornsandwiches ist meistens Salta, Gurke, Tomate oder aehnliches. Das habe ich natuerlich sofort adaptiert um in der Masse mit zu schwimmen. Dafuer geht es mir auch richtig gut. Ich esse vor allem viel Kiwis. Nein nicht die Menschen und auch nicht die Voegel – die Fruechte. Einer meiner Kollegen isst diese sogar im Ganzen – Mit Haut und Haaren.

4. Wohnen:

Haeuser werden hier nicht auf Dauer gebaut/konstruiert. An den meisten Haeusern blaettert der Putz ab, oder sie haben verstopfte Leitungen oder oder oder. Bei uns sind es vor allem die Wasserleitungen. Der Warmwasserdruck ist gleich Null. Das ist ziemlich schlecht, wenn man nicht kalt duschen moechte. Also dauert das auch entsprechend laenger. Von Heizungen haben die Kiwis (Menschen) auch noch nichts gehoert. Es gibt prinzipiell keine. Die beste Form zu heizen ist hier ein Kamin zu haben. Oder mit Elektroheizungen das Haus vollzustellen. Ist auch huebsch anzusehen. Ein aehnliches Problem ist der Satellitenempfang. Aber ich glaube das liegt an unserer Schuessel. Komischerweise regnet es hier in allen Filmen. Nicht zu vergessen, dass es hier ganze 5 Programme gibt, die aller 10 min Werbung bringen. Dafuer ist es sehr billig hier zu wohnen, da kann man schon mal ein paar Reparaturarbeiten in Kauf nehmen.

5. Weihnachten:

Auch hier ist man genauso verrueckt auf die Weihnachtszeit, wie in Deutschland. In den Shoppingmalls dudelt den ganzen Tag Weihnachtsmusik, nur dass hier die meisten leise mit singen. Die Geschaefte sind geschmueckt und die Menschen haben gute Laune. Alles ist im Ausverkauf und es herrscht der uebliche Weihnachtstress. Wir haben einen Winnie Puh und einen Simpsons Weihnachstkalender, sowie einen kuenstlichen kleinen Weihnachtsbaum unter dem die Geschenke liegen.
Gestern hatten wir unsere kleine Weihnachtsfeier und hatten sehr viel Spass. Dabei mussten wir den ganzen Abend Weihnachtslieder hoeren. Dafuer gab es leckeres Essen.
Es gibt natuerlich kleine Unterschiede. Die Adventszeit ist den Kiwis schon ein Begrif, aber wirklich zelebriert wird sie nur bei den streng Katholischen. Ausserdem werden die Geschenke erst am 25.12. morgens verteilt, so dass am 24.12. abends alles unterwegs ist, um noch rechtzeitig die Verwandschaft anzutreffen. Weihnachtsmaerkte gibt es hier auch nicht und anstelle von Gluehwein freut man sich hier ueber ein kalten Bier. Zu den Weihnachtsfeieren wird traditionell ein BBQ veranstaltet (wie sowieso den ganzen Sommer lang) und der Weihnachtsbraten ist meistens ein Truthan.

See you

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Rafting Trip - Katrin

Leider ist wieder ein wunderschoenes Wochenende vorueber gegangen und ich kann nur noch in Erinnerungen schwelgen – in fantastischen.
Alles begann hinter dem Hochspannungslabor der Universitaet von Canterbury. Wir erhielten die


Ausruestung vom Ingenieur- und Computer-Department, da einer der Organisatoren dort arbeitet. Die Boote mussten verstaut, die Barrels gepackt werden. Ein Barrel (eine Plastiktonne) fuer zwei Personen, das war schon die erste Huerde, die bewaeltigt werden musste. Alles wurde in zwei Haengern verstaut und dann ging es ab in zwei Vans Richtung Clearance River. Unsere Einsatzstelle lag noerdlich von Hanmar Springs, wo die normale Strasse endet, so dass wir ueber Schotterwege durch die Berge mussten. Im Dunkeln angekommen, wurden noch die Boote (3) aufgeblasen und dann verzogen wir uns in das nahe gelegene, verlassene Cottage. Nach einer windigen Nacht und bei Sonnenaufgang geweckt von Sandfliegen (bissig), begann fuer uns um 06:00 Uhr der Tag mit Fruehstueck, Barrels packen und Boote klar Schiff machen. Um 09:00 Uhr

waren wir auf dem Wasser (wie jeden Tag). Auf jedem Boot 4 Barrels und zweimal 5, einmal 6 Personen. Ich bin auf Sophie mitgefahren (rotes Boot). Die anderen Mitstreiter waren Pinky (pinkes Boot) und der Grey Ghost (ihr werdet es kaum glauben – graues Boot). Die normale Kleidung bestand aus Neoprenanzug (Wassertemperatur ca. 10-12 Grad), Schwimmweste und Helm. Der erste Tag war recht ruhig, keine besonders schnellen Rapids (Stromschnellen), dafuer recht viel Wind, so dass wir unsere erste Etappe etwas kuerzen mussten, um nicht auf einem voellig ungeschuetzten Campingplatz zu zelten. Aber es war trotzdem sehr warm, so dass es gar nicht schlimm war, dass ich am ersten Tag ueber Bord ging. Unsere Captain uebersah einen kleinen Felsen und der Ruck hat mich ruecklings aus dem Boot katapultiert. Aber ich konnte mich sofort am Boot festhalten und es war auch keine gefaehrliche Stelle. Nach einem ordentlichen BBQ, warteten alle darauf, dass es endlich dunkel wird, damit man ins Bett konnte, da wir schon alle um die Wette gaehnten. Der naechste Tag sollte schliesslich anstrengend werden, da wir die verlorenen Kilometer wieder reinholen mussten.



Am zweiten Tag waren die Rapids schon eindrucksvoller, das Wetter angenehmer und die Stimmung noch gelassener. Das blieb auch so, als der Grey Ghost ein Riss hatte und erstmal geflickt werden musste. Wir nutzten die Zeit gleich fuer die Mittagspause. Nach ein paar Wasserschlachten und 12h auf dem Wasser erreichten wir auch endlich, fast im Dunkeln, unser naechstes Ziel. Dies war eine Huette, die schon von einigen Jaegern bewohnt wurde. Diese verbrachten mehrere Tage in den Bergen, um alles zu schiessen, was ihnen ueber den Weg laeuft (Opposums, Hirsche, Hasen,…). Erschoepft und gluecklich ging für uns auch dieser Tag zu Ende.
Der dritte Tag sollte schliesslich der schoenste warden. Absolut tolle Stromschnellen und aufregende Erlebnisse. Es ging pausenlos durch anstrengende Rapids, bei denen die Kommandos im Sekundentakt kamen und man gar nicht so schnell reagieren konnte. Back right, hard forward, all back, raise, all forward, back left, hold on,…. Einige male mussten wir aussteigen, da wir versehentlich auf einem Felsen parkten, aber die Boote waren so robust, dass alles gut ging.

An einer Stelle waere Pinky allerdings fast umgekippt. Ein schneller Rapid in einer Linkskurve. Pinky war zu schnell und wurde gegen den Felsen gedrueckt und hochkant gestellt. Volker und Rachel sind aus dem Boot gesprungen und auch der Captain hat sich schliesslich geopfert und so konnte Pinky gerade gestellt warden. Voller Wasser und blossgestellt, schaffte es Pinky an Land um sich kurz auszuruhen. Die Crew von Grey Ghost und Sophie war so gespannt, dass niemand diese Szene filmte oder fotographierte - Schade! Der dritte Tag fand schliesslich sein Ende an einem sehr schoenen Zeltplatz voller kleiner einheimischer Buesche, wo genug Nieschen vorhanden waren, in denen man zelten konnte. Nach einem ordentlicher Tortilla Mahl, Christmas Pudding (Kuchen) und Pudding, gingen alle gesaettigt und zufrieden ins Bettchen.
Auch am vierten und letzten Tag sollte es nicht langweilig warden. Am Anfang der Strecke kamen wir nochmal durch eine Schlucht mit schoenen Rapids und nachdem uns ein flaches und langweiliges Ende prophezeit wurde, genossen wir diese nochmal. Aber das langweilige Ende wollte nicht kommen. Der Fluss gabelte sich in zwei grosse Aeste und Pinky und Sophie nahmen den Rechten, Grey Ghost den linken Arm, der etwas mehr Wasser fuehrte. Auf diesem letzten Stueck hatten wir einen Rapid nach dem anderen und es war sehr flach, so dass wir oefter raus mussten, um Sophie ueber Steine zu schieben oder vom geparkten Felsen zu schubsen. Als wir dann doch am Ziel ankamen, mussten wir das ganze Gepaeck und die Boote durch das 200m lange steinige trockene Flussbett tragen, dann nochmal durch einen schmalen Seitenarm, und schliesslich eine 20m steile Boeschung rauf. Alle waren bedient und wir machten uns erschoepft auf den Heimweg.


Am Mittwoch (gestern) verabredeten wir uns zum BBQ und Bilder anschauen. Steven organisierte einen Beamer und wir schauten uns alle Bilder auf einer grossen Leinwand an. Das war sehr lustig und alle liessen das Ereignis nochmal Revue passieren.

Dienstag, 2. Dezember 2008

House & Farmwalk - Katrin

Ich reiche hiermit noch ein paar Bilder des Hauses nach, in dem ich wohne.


Das ist das Wohnzimmer und der hintere Teil des Gartens


Heute habe ich erneut einen Farmwalk gemacht. Das ist Teil eines unsere Projekte, bei dem die Farmmitarbeiter jede Woche die Felder ablaufen und messen wie hoch das Gras ist. Sie koennen so eine optimale Ausnutzung der Graslandschaft erreichen. Denn sie wollen die Kuehe so wenig wie moeglich zufuettern, da dies immer teurer wird und auch umweltbelastend ist.

Montag, 1. Dezember 2008

Fotos

ACHTUNG:
Die Bilderauswahl befindet sich jetzt sortiert und aktualisiert unter:

http://picasaweb.google.de/chrissikussi

Rezept

Ich habe hier ein ganz ganz tolles Rezept. Es werden ungefaehr 25 Kekse. Das muesst ihr unbedingt mal ausprobieren!

Zutaten:
250g Butter
3/4 Tasse Zucker
2 TL brauner Zuckersirup - Golden Sirup (wenns das in Deutschland nicht gibt, dann kann man auch Honig oder eine 1/2 tasse braunen Zucker nehmen)
2 Eier
2 Tassen Vollkornmehl
1 TL Backpuler
1 TL Natron
3 Tassen Haferflocken
1 handvoll Schokochips (keine Streusel, sondern ehe kleine Klekse)
1 handvoll Rosinen
1 handvoll Sonnenblumenkerne
1 Tasse Kokosflocken

Zubereitung:
Die Butter mit dem Sirup und dem Zucker zusammen schmelzen lassen. Waehrenddessen die trockenen Zutaten vermischen und zum Schluss die Buttermischung und die Eier dazu. Alles vermanschen und zu kleinen handtellergrossen Keksen formen. Anschliessend bei 200 Grad 10 min backen.




Guten Appetit!

Huegel - Shoppen - Wind & Wetter

Nach einer Ruege von Chris, melde ich mich auch mal wieder, obwohl ich gar nicht viel zu erzaehlen habe. Mein Wochenende bestand vorrangig aus shoppen, mit meinem Auto rumfahren und Fahrradfahren.
Samstag bin ich den Dyers Pass ueber die anliegende Huegelkette nach George's Bay und Lyttleton gefahren. Vom hoechsten Punkt "The Sign of the Kiwi" hatte ich einen wunderschoenen Ausblick zu beiden Seiten ueber die Bucht und ueber Christchurch. Es war wunderschoenstes Fruehlingswetter und ausnahmsweise mal nicht windig. In George's Bay angekommen, stellte ich fest, dass der Ort aus ein paar verstreuten Haeusern und einem Pier besteht, der aber nicht mehr genutzt wird (sieht jedenfalls nicht danach aus). Aber ich habe wiederum einen wundervollen Blick genossen, diesmal auf Lyttleton und die Huegelkette. Lyttleton an sich ist nicht besonders schoen, da es eine Industriestadt ist (wenn man hier von Stadt sprechen kann). Den groessten Teil nimmt der Hafen ein. Aber einer Tafel nach sind hier Anfang des 19. Jh. die ersten Siedler gelandet und haben sich von Lyttleton aus ueber den Pass gewagt, um sich auf der anderen Seite (heutiges Christchurch) niederzulassen.


Nach diesem kurzen Ausflug war ich nochmal in der Stadt, um mir ein bisschen die Angebote im Christmas Sale anzuschauen und ich kann nur sagen: es lohnt sich.


Sonntag Vormittag war ich gleich nochmal shoppen, diesmal mit Simone (Mitbewohnerin). Auch das hat sich wiedermal gelohnt. Zum Lunch gab es dann Sushi und Minidonuts (Nam nam nam). Nachmittags haben wir dann einen Bike Trip gemacht. Erst den Dyers Pass hoch (pfffffffffff), dann immer entlang auf relativ gleicher Hoehe Richtung Suedwesten, dann gings abwaerts und zum Schluss noch laestige 20km zurueck nach Hause auf einer Strasse. Allerdings war das Wetter nicht gerade toll. Wir hatten ganz schoenen Gegenwind und haben daher auch unsere urspruengliche Route etwas abgeaendert. Als wir oben ankamen, waren wir auf einmal in den Wolken verschwunden. Es war neblig, kalt und stuermisch. Wir mussten uns teilweise ganz schoen an die Fahrraeder klammern, um nicht von einer Windboee umgerissen zu werden. Vor allem bei der Abfahrt hatte ich ganz schoen Muffensausen.

Total erschoepft und hungrig zu Hause angekommen, hatte natuerlich keiner mehr Lust zum kochen. Also goennten wir uns die traditionellen Fish & Chips.

Das ganze Wochenende war begleitet von der Aufregung fuer unseren Raftingtrip, den wir ab Mittwoch Nachmittag antreten. Da geht es dann 4 Tage lang den Clarence River runter (freu freu). Jetzt hatte ich doch einiges zu erzaehlen, Bilder folgen demnaechst.


PS: In Neuseeland gibt es ein Sprichwort ueber das Wetter: Hier kann man 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben. Und das stimmt auch noch!!!

Sonntag, 30. November 2008

29. - 30.11. - Chris

Chinatown - heiß, bunt und kitschig:

Am Samstag war's doch glatt 35° warm, fast wolkenlos und dazu stechende Sonne. Daher hatte ich nur ein kurzes Vergnügen im 180 Jahre alten Stadtteil. Direkt neben dem Finance District anliegend, können die Unterschiede kaum kaum größer sein. So gibt es eben vor den modernen Wolkenkratzern noch die bunten Häuser, Shops und Tempel, dazu kleine Märkte und natürlich ganz viel Kitsch für die Touristen oder auch die traditionellen Apotheken mit getrockneten Seepferdchen oder ähnlichem.



Nicht ganz mein Geschmack trifft da der Sri Mariamman Tempel, der älteste Hundu-Tempel Singapurs, mit seinen 72 hinduistischen Gottheiten und ein paar Kühen. Sehr bunt, sehr ungewohnt.

Sehr bekannt ist für mich dagegen Lau Pa Sat. Der ehemalige Fischmarkt
ist heute nämlich ein Hawker mit vielen äußerst leckeren Imbissständen und daher unsere wöchentliche Anlaufstelle zum Mittagessen.

Ich bin gespannt wie die Straßen hier zum chinesischen Neujahrsfest am 26./27. Januar aussehen.




Sonntag - Dschungelcamp:

Neben Rio de Janeiro ist Singapur die einzige Stadt mit einem ursprünglichen Regenwald innerhalb seiner Stadtgrenzen. Das Bukit Timah Nature Reserve ist ein 164 ha großes Naturschutzgebiet rund um den Bukit Timah, der höchsten Erhebung Singapurs (164 m). Auf teilweise engen Trampelpfaden kann man die weit gehend unberühte Dschungelvegetation genießen. Mehr Bäume als in Nordamerika, dazu viele Vögel, Schmetterlinge, Eichhörnchen, Eidechsen, Affen, Schlangen (hab keine gesehen!) und Riesenameisen (wie aus Indiana Jones 4). Tiger gibt es hier seit 1930 nicht mehr.













Beeindruckend waren vor allem die vielen Affen, die ich hier erstmals in freier Wildbahn erlebt habe. Einige sind auch ein paar Meter mit mir mitgelaufen. Da hier das Füttern streng verboten ist (1.000 $ Strafe), springen sie aber auch nicht gleich auf den Besuchern herum.
Sehr anstrengend war das ständige auf und ab und natürlich die Hitze. Trotzdem ein einzigartiges Erlebnis.

Samstag, 29. November 2008

Feueralarm - Chris

Gestern hatten wir doch ein sehr spaßiges Erlebnis. Gegen 10:30 Uhr ging der Feueralarm los. Natürlich standen alle Fahrstühle unbenutzbar im Erdgeschoss fest. Was dann für uns hieß: 924 Stufen vom 43. Stock bis zum Ausgang! Nach 12 Minuten haben wir die 170 m geschafft und wurden draußen vom freundlichen Erste-Hilfe-Team empfangen, das fleißig jedem Ankömmling Wasser aufdrängte.
Unser Chef war übrigens zu einem Meeting in Frankfurt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Donnerstag, 27. November 2008

Auto - Katrin

Liebe Leser!
Seit gestern habe ich nun ein Auto und bin mobil. Jetzt kann ich endlich zu den entlegenen Orten fahren, die ich mir bisher nur auf der Karte angeschaut habe. Es ist ein Subaru Impreza von 1992. Er hat 100.000 km weg, ist ein Automatik und Benziner. Gestern bin ich ganz allein nach Hause gefahren und habe nur einmal mit dem Scheibenwischer geblinkt. An den Linksverkehr habe ich mich schon ganz gut gewoehnt, aber es fuehlt sich trotzdem so an, als haette ich gestern meinen Fuehrerschein gemacht. Heute werde ich gleich mal einkaufen fahren und diverse Outdoorlaeden abklappen. Die haben hier gerade Christmas Sale und bis zu 50% reduzierte Ware.







Das ist Maleika. Simones Katze. Als ich gestern nach Hause kam, hat sie es sich auf meinen Sachen bequem gemacht und geschlafen. Dann wollte sie erstmal ordentlich gekrault werden.




Letzten Samstag war ich das erste Mal am Meer. War eiskalt, aber eine wunderschoene Sicht auf die angrenzenden Huegel. Ist eine faszinierende Landschaft. Am Sonntag werde ich eine Fahrradtour mit Simone machen. Wir wollen die Huegelkette entlang nach Lyttleton. Das wird bestimmt super!
Gruesse

Sonntag, 23. November 2008

22. - 23.11. - Chris

Christmas-Shopping unter Palmen

Mittlerweile ist mein erster nichteuropäischer Monat schon fast vorbei. Und obwohl ich eigentlich ein ruhigeres Wochenende geplant habe, war es doch wieder sehr anstrengend (sowohl für die Füße als auch für den Geldbeutel).

Am Samstag ging es erstmals zur Orchard Road. In der bekanntesten Shoppingmeile der Stadt reihen sich die Läden in den über 30 Shoppingmalls. Von Nobelboutique bis zum kleinen Comicladen ist hier alles zu finden. Bei aktuell 7% Mehrwertsteuer sind vor allem CDs, DVDs und Computerspiele recht günstig zu bekommen.
Was es hier aber nicht mehr gibt, sind Obstbäume. Mitte des 19. Jh. bestand dieses Viertel - wie der Straßenname ja schon verrät - aus Obstbäumen in vielen kleinen Gärten und Muskatnussplantagen. Falls es heute noch welche gibt, dann wohl nur im Park der angrenzenden Präsidentenresidenz. Doch da hat man natürlich keinen Zutritt.
Momentan wird hier der komplette Boulevard mit Lichtern geschmückt, in den Geschäften läuft den ganzen Tag Weihnachtsmusik und der alljährliche Wettstreit, welche Mall diesmal den größten Weihnachtsbaum hat, nimmt seinen Lauf. Draußen 35° und keine Anzeichen einer Schneeflocke, drinnen angenehme 15°. Und verkauft werden frisch pürierte Fruchtsäfte eisgekühlt, statt Glühwein mit Schuss. Weihnachten in Singapur!

Am Sonntag war ich dann im Botanischen Garten, der nur unweit von der Orchard entfernt liegt. Auf über 50 Hektar gibt es neben dem Palmen-Walk, einer Dschungellandschaft, Seen, Brunnen und Wasserfällen auch einen Orchideengarten. Da diese Woche Schulferien waren, gab es für mich sogar noch freien Eintritt. Seit 1928 werden hier Orchideenkreuzungen gezüchtet und nach prominenten Persönlichkeiten wie Kofi Anan benannt. In der Ausstellung befinden sich über 400 Arten. Aber ich denke, die Bilder sprechen für sich.
Nach dieser anstrengenden Wanderung hat es mich am Abend nochmal zur Orchard getrieben. So konnte ich mir nun auch die Weihnachtsbeleuchtung ansehen. Schön kitschig. Aber wer's mag...

Sonntag, 16. November 2008

15. - 16.11. - Chris

Colonial Core und Paulaner Bräuhaus

Welche ein kontrastreiches Wochenende!

Am Samstag habe ich, nach erster überstandener Magen-Darm-Verstimmung (Danke Claudi für die Tabletten!), den kolonialen Stadtkern näher angesehen. Diese herrschaftlichen Kolonialbauten verleihen dem Gebiet eine einzigartige Atmosphäre. Man fühlt sich zurückversetzt in die Gründerzeit und sieht Raffles beim Teetrinken zu, während er auf seiner Terrasse am Singapore River den Vertrag für die East India Company unterschreibt und Singapur zu einem der wichtigsten Handelsposten des britischen Empires macht. Hier lässt es sich aushalten! Vorbei am Padang (Kricket- und Hockeyfeld des noblen Singapore Cricket Clubs; Mitgliedschaften ab 2.000€ pro Jahr), den Queen Elizabeth Walk flussabwärts erreicht man das Raffles Hotel (Zimmer pro Nacht zwischen 800 und 6.000€), in dem schon Kaiser, Könige und Präsidenten wie auch Charlie Chaplin, Hermann Hesse oder Michael Jackson residierten. Hier wurde 1915 auch in der hoteleigenen Bar der Singapore Sling kreiert. Wer Geld hat, kann dieses in der angrenzenden Arkade auch wieder los werden. Citizen, D&G und Swarovski-Läden gibt es hier zu genüge.

Ausgeträumt geht’s dann weiter in den Fort Canning Park, dem ehemaligen Sitz des malaiischen Königreichs. Die alten Festungstore und Artilleriegeschütze bewachen heute aber nur noch den christlichen Friedhof und den Kräutergarten.

Am Abend war dann die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Singapurer angesagt, Essen. Aber nicht irgendwo, sondern bei der Food Safari, einer Messe rund ums Thema Essen. In vier Ausstellungshallen wurden kulinarische Köstlichkeiten aus asiatischen und europäischen Ländern zubereitet. Wie gesagt, hier riecht es überall nach Essen, selbst in den Messehallen.

Und da wir schon beim Thema sind: Heute hat es mich umgehauen. Denn wir (11 Deutsche und ein Inder) waren heute zum Brunch im Paulaner Bräuhaus. Ja, richtig gelesen. Deutsches Essen und Bier aus eigener Brauerei. All-you-can-eat-and-drink für 25€. Grüne Salate, Kartoffel- und Nudelsalat, Brezeln, Weißwürste, Nürnberger, Lammragout, gebackenes Hühnchen, Hackbällchen, Kartoffelecken, Bratkartoffeln, Kartoffelbrei und Entenbraten waren erst der Anfang. Denn das Nachtischbüffett bestand aus: Apfelstrudel, Käsekuchen, Schokotorte, Windbeutel, Schokofondue mit Obst, Mövenpick-Eis, Mousse au Chocolat, Käseplatte…

Ich kann’s nicht beschreiben, aber ich glaube „traumhaft“ trifft es am ehesten. So kann ich (noch immer im Hochgenuss) meinen heutigen Bericht beenden und hoffen, dass der alte Raffles damals auch so verwöhnt wurde.

Gruß Chris

Miau und Kikeriki - Katrin

Auch meine erste Arbeitswoche ist nun vorbei und ich kann nun auch wieder etwas zu diesem Blog beitragen. Ich wurde sofort bei Landcare Research als normaler Mitarbeiter akzeptiert, von allen lieb begruesst und in das Team aufgenommen. Hier bekommt man nicht staendig zu spueren, dass man doch nur Praktikant sei oder noch studiert. Man wird hier als erwachsener Mensch behandelt. Das ist so wunderbar, dass sich Deutschland davon wirklich inspirieren lassen koennte. Ich hab hier freie Arbeitszeiten, kann kommen und gehen wann ich will. Hauptsache ich mache meine Arbeit. Das gilt hier uebrigens fuer jeden. Es werden keine Stundenzettel geschrieben, oder Stechuhren gefuehrt. Hier vertraut man sich gegenseitig und jeder ist fuer seine Arbeit selbst verantwortlich.
Ich bin im Bereich Fernerkundung untergebracht wurden. Ich bereite Satellitendaten und -bilder vor und ich analysiere und interpretiere sie entsprechend der Aufgabenstellung. Mal hab ich mehr zu tun und mal weniger. Aber ist halt so, da ich als Praktikant nun mal beschaeftigt werden muss und nicht direkt selbststaendig arbeiten kann. Naechste Woche werde ich in Christchurch GPS Daten erheben (Da komm ich mal bisschen an die frische Luft). Im Januar darf ich dann mit auf einen einwoechigen field trip in die Wetlands. Es soll sehr schoen da sein und das Projektziel lautet: To become as wet as possible.

Ich habe hier auch schon etwas die Gegend erkundet und mir sowohl den angrenzenden Park naeher angeschaut, sowie einige Stadtrundgaenge gemacht. Es ist wirklich eine sehr faszinierende Landschaft, was von der staedtischen Kultur nicht behauptet werden kann. Das sieht alles nach einem grossen Sammelsurium von allen moeglichen Baustilen aus, die nicht wirklich zusammen passen und auch nicht zusammen gehoeren. Im Endeffekt ist Chrstchurch zwar keine haessliche Stadt, aber auch keine wirklich schoene. Allerdings verleiht ihr der Fluss und die historische (ha ha) Tram einen eigenen Flair, so dass es sich dennoch ganz gut aushalten laesst, zumal ich ja sowieso ca. 30 Fahrradminuten vom Zentrum weg wohne. In meiner naeheren Wohngegegend sieht es eher wie ein typischer amerikanischer Suburb-Bezirk aus. Alles nur eingeschossige Hauser mit eigenen Gartengrundstuecken und aller 5 km kommt mal ein riesiger Supermarkt mit Post, Videothek, Drogerie/Apotheke und Baecker. Dann wimmelt es hier nur so von Schulen. Es gibt in jedem Bezirk mindestens 3 Schulen, so kommt es mir wenigstens vor. Aber wenn man die Leute so sieht, ob beim Einkaufen oder Autofahren, sie machen fast immer ein freundliches Gesicht, laecheln oder singen. Ganz anders als im verbitterten Deutschland.
Auch die Katzen haben sich mittlerweile an mich gewoehnt. Majestic hat es sich zur Gewohnheit gemacht, es sich auf meinem Schoss bequem zu machen, wenn ich am Computer sitze und auch Maleika kommt immer oefter um meine Fuesse geschlichen und moechte gekrault werden. Von den drei Huehnern bekommen wir immer genug Eier, so dass wir nur fuer extravagante Kuchenbackaktionen welche kaufen muessen. Das Zusammenleben funktioniert bis jetzt sehr gut und ich hoffe, dass es auch die restlichen 3 Monate so bleiben wird.
Gestern war ich bei einer studentischen Geburtstagsparty und es war wiedererwartend gut. Das Haus ist eine richtige Studentenbude. Die haben einen alten ausgetrockneten Pool mit schoenen Graesern und Schilfpflanzen bepflanzt und dann eine Couch und diverse andere Moebel darein gestellt. Das hatte wirklich flair. Noch garniert mit Lichterketten und einer Nebelmaschine war es ein super Platz.

Das war es erstmal von mir. Ich meld mich wieder, wenn es was neues zu berichten gibt.