Dienstag, 16. Dezember 2008

Kleinigkeiten! - Katrin

1. Wetter:

In Neuseeland wird nicht von Klima gesprochen, sondern nur von Wetter! Hier gibt es kein Klima. So ein Durcheinander habe ich nocht nie erlebt. Von einer auf die andere Sekunde, kann das Wetter hier so schnell umschlagen. Sehr auffaellig ist vor allem der Wind. Ich weiss nicht ob es schon jemandem aufgefallen ist – ich glaube, ich habe es erst 20mal erwaehnt - aber hier ist es sehr windig. Und wenn man Fahrrad faehrt, hat man natuerlich immer Gegenwind (was sonst). In Neuseeland kann man ja schliesslich 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben. Mal sehen, ob ich das Vergnuegen noch haben darf. Letztes Jahr hat es hier zu Weihnachten geschneit (in den Bergen, aber immerhin).

2. Mode:

Prinzipiell nicht vorhanden. Alle Personen ueber 40 laufen hier wie in den 80er Jahren rum. Socken in den Sandalen ist hier Pflicht. Jogginghose auf Arbeit, Pulli in die Hose gesteckt. Sieht toll aus! Frisuren sind meistens auch keine vorhanden. Meistens ein Mix aus Kaltwelle und Vokuhila. Die Jugend kleidet und frisiert sich dann doch etwas internationaler. Aber das schoene an Neuseeland ist, dass es keinen stoert. Mode ist hier nicht wichtig. Auch Reichtum, oder Sauberkeit (dreckige Fingernaegel scheinen auch ein Wahrzeichen Neuseelands zu sein) sind hier keine Massstaebe. Hier wird ein jeder nach seinem Charakter beurteilt. Das ist doch traumhaft. Es ist sogar nicht erwuenscht, zu zeigen was man hat. Wer hier mit teurem Auto rumfaehrt wird nur schief angeschaut. Wer Geld hat zeigt es nicht und wer keins hat, dem sieht man es nicht an. In der Schule werden Schuluniformen getragen und auf Arbeit (wie schon erwaehnt) ein Mix aus allem. Anzug, Jogginghose, Jeans,... (Nein Papi: nicht alles gleichzeitig!)

3. Nahrung:

Sehr lecker. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viel Obst, Gemuese und Vollkorn gegessen, wie hier. Meine Kollegen ernaehren sich alle sehr gesund. Zum Lunch (Mittag) gibt es immer mindestens 2 Fruechte und auf den Vollkornsandwiches ist meistens Salta, Gurke, Tomate oder aehnliches. Das habe ich natuerlich sofort adaptiert um in der Masse mit zu schwimmen. Dafuer geht es mir auch richtig gut. Ich esse vor allem viel Kiwis. Nein nicht die Menschen und auch nicht die Voegel – die Fruechte. Einer meiner Kollegen isst diese sogar im Ganzen – Mit Haut und Haaren.

4. Wohnen:

Haeuser werden hier nicht auf Dauer gebaut/konstruiert. An den meisten Haeusern blaettert der Putz ab, oder sie haben verstopfte Leitungen oder oder oder. Bei uns sind es vor allem die Wasserleitungen. Der Warmwasserdruck ist gleich Null. Das ist ziemlich schlecht, wenn man nicht kalt duschen moechte. Also dauert das auch entsprechend laenger. Von Heizungen haben die Kiwis (Menschen) auch noch nichts gehoert. Es gibt prinzipiell keine. Die beste Form zu heizen ist hier ein Kamin zu haben. Oder mit Elektroheizungen das Haus vollzustellen. Ist auch huebsch anzusehen. Ein aehnliches Problem ist der Satellitenempfang. Aber ich glaube das liegt an unserer Schuessel. Komischerweise regnet es hier in allen Filmen. Nicht zu vergessen, dass es hier ganze 5 Programme gibt, die aller 10 min Werbung bringen. Dafuer ist es sehr billig hier zu wohnen, da kann man schon mal ein paar Reparaturarbeiten in Kauf nehmen.

5. Weihnachten:

Auch hier ist man genauso verrueckt auf die Weihnachtszeit, wie in Deutschland. In den Shoppingmalls dudelt den ganzen Tag Weihnachtsmusik, nur dass hier die meisten leise mit singen. Die Geschaefte sind geschmueckt und die Menschen haben gute Laune. Alles ist im Ausverkauf und es herrscht der uebliche Weihnachtstress. Wir haben einen Winnie Puh und einen Simpsons Weihnachstkalender, sowie einen kuenstlichen kleinen Weihnachtsbaum unter dem die Geschenke liegen.
Gestern hatten wir unsere kleine Weihnachtsfeier und hatten sehr viel Spass. Dabei mussten wir den ganzen Abend Weihnachtslieder hoeren. Dafuer gab es leckeres Essen.
Es gibt natuerlich kleine Unterschiede. Die Adventszeit ist den Kiwis schon ein Begrif, aber wirklich zelebriert wird sie nur bei den streng Katholischen. Ausserdem werden die Geschenke erst am 25.12. morgens verteilt, so dass am 24.12. abends alles unterwegs ist, um noch rechtzeitig die Verwandschaft anzutreffen. Weihnachtsmaerkte gibt es hier auch nicht und anstelle von Gluehwein freut man sich hier ueber ein kalten Bier. Zu den Weihnachtsfeieren wird traditionell ein BBQ veranstaltet (wie sowieso den ganzen Sommer lang) und der Weihnachtsbraten ist meistens ein Truthan.

See you

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