Freitag, 16. Januar 2009

03. - 11.01. - Chris

Hallo zusammen,
hiermit melde ich mich wieder zurück. Nach den Neujahrfeierlichkeiten hab ich ja jetzt noch einiges nachzutr
agen:

Ganz zufällig hab ich am ersten Januarwochenende einen sehr sehenswerten Wanderweg entdeckt, der ganz unverständlicher Weise nicht im Reiseführer steht. Eigentlich war ich auf dem Weg nach Sentosa und habe den Mount Faber erklommen, von dem eine Seilbahn auf die Vergnügungsinselführt. Doch bei der Rundgang durch den Mount Faber Park, hab ich dann die „Southern Ridges“ entdeckt.
Dieser südliche Kamm erstreckt sich von dort bis an das Westende Singapurs. Die 9km langen Grünanlagen von Mount Faber Park, Telok Blangah Hill Park, Kent Ridge Park bis zum West Coast Park sind durch Fußpfade und Brücken miteinander verbundenen.
Der Mount Faber Park ist einer der ältesten Parkanlagen Singapurs. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf den Hafen. Weiter geht es dann den Faber Walk entlang zu den Henderson Waves, die mit 80m höchste Fußgängerbrücke Singapurs. Einzigartig ist auch die architektonische Gestaltung.
Von dort aus geht es dann weiter über Brücken wie die Alexandra Arch durch die Baumkronen und kann die reichhaltige Flora und Fauna genießen.

Am 10. ging's für mich ins Holland Village. Dieses Viertel ist bei Europäern sehr beliebt, allerdings nur mit dem Bus zu erreichen. Doch wer hier lebt, braucht keinen Bus. Kaum bin ich hinter dem Botanischen Garten angekommen, zeigen sich auch schon BMW-, Mercedes-, Porsche- und Lexus-Schlitten. Auch die Häuser, meist hinter hohen Mauern und Eingangstoren versteckt, lassen erahnen, welche Klientel hier lebt. Alles ist recht schön anzusehen. Doch dann in der kleinen Hauptstraße angekommen, die mit einigen westlichen Geschäften, Bars, Restaurants und zu viele Schönheitssalons bestückt ist, fühlt man sich schnell unwohl. Ausschließlich westliche Bevölkerung, die vor Arroganz strotzt, war ich in Singapur nicht gewohnt. Daher hat sich mein Ausflug dann auch schnell wieder beendet.

Am Sonntag ging es dann aber wirklich nach Sentosa. Das einstige Fischerdorf diente als Grabstätte (Balakang Mati - Rücken der Toten) und war bis zur Unabhängigkeit britische Militärbasis. Heute ist es eine reine Freizeitinsel mit drei großen Stränden und vielen Attraktionen wie einem Unterwasseraquarium, Rodelbahn, Museen, Schmetterlingspark und vielem mehr. Alles natürlich gegen Eintrittsgebühr. Selbst ein Eintritt auf die Insel wird verlangt. Mit S$3 kann man dann aber auch die Pendelbusse auf der Insel nutzen.
Daneben fand an diesem Wochenende aber auch das Volvo Ocean Race statt, eine Segelregatta, die um die ganze Welt führt. Mit Singapur wurde das erste Mal ein asiatischer Hafen angelaufen. Deshalb war auch der Jachthafen im Osten der Insel an diesem Wochenende frei zugänglich. Gewöhnlich ist dort der Zutritt für Unbefugte verboten.

Keine Kommentare: