Mittwoch, 1. April 2009

Gelandet

Huhu,
wir sind wieder zurück.

Samstag, 28. März 2009

Fressmarathon

Boah, sind wir vollgefressen. Angefangen haben wir gestern mit dem Fruehstueck im Hotel. Chris hatte gleich mal 5 Gaenge, ich nur 3. Dann sind wir zum Lunch an den Boat Quay zum Thailaender und haben 3 Gerichte bekommen und nur 2 bezahlt (Green Thai Curry, Black Pepper Beef und Honey Chicken). Danach war unser Bauch fast am Platzen, aber wir hatten einen strikten to-eat-Plan, also ging es abends noch zum Lau Pa Sat Satay-Spiesse futtern. Das war vielleicht alles lecker. Heute frueh haben wir dann beim Freuhstueck ein paar Gaenge gestrichen und mittags Murtabak gemampft. Da wir davon immernoch satt sind, streichen wir heut das Abendbrot und machen morgen mit dem schon bekannten Paulaner Brunch (3h Essen vom riesen Buffet) weiter. Wenn wir also Montag aus dem Flieger steigen, koennen wir dann durch den Flughafen rollen und sind demnach zufolge die Ersten.

Platzende Gruesse aus Singapur

Donnerstag, 26. März 2009

Orkse gejagt und Neuseeland abgehakt

Dear folks,

how's going? We are fine, but a bit tired.
Die Wanderung durch "Mordor" auf den "Schicksalsberg" - oder auch Tongariro Crossing genannt - war einsame Spitze und wir haben unsere letzte grosse Wanderung auch sehr genossen. Leider hat Peter Jackson keine Orks fuer uns uebrig gelassen, so dass wir nur unsere Imaginations nutzten konnten. Von da an fuhren wir auf eine Hirschfarm, zu deren Einladung Katrin waehrend einer Wanderung auf der Suedinsel gekommen ist. Der zweitaegige Aufenthalt war fantastisch. Wir hatten ein eigenes Cottage zur Verfuegung, haben zusammen den St. Patrick's Day stilgerecht mit Guiness gefeiert und durften dann sogar noch einen kostenlosen Helikopterflug geniessen. Amazing! Erholt, begaben wir uns auf den Weg nach Wellington - der Hauptstadt Neuseelands. Die Stadt der Winde hat ihren Namen nicht zu Unrecht. Hier haben wir das Nationalmuseum besucht, eine Parlamentsfuehrung gemacht und shoppten durch die Strassen.
Unser naechster Halt brachte uns zum Mt. Taranaki (oder Mt. Egmont, wie ihn James Cook benannt hat). Das ist ein einzelner Vulkan an der Westkueste, der einer Maorilegende nach hier aus Liebeskummer sein Exil gesucht hat. Auf unserem Weg nach Russell (der ersten Hauptstadt Neuseelands) an der Bay of Islands, genossen wir sowohl ein Rundgang, als auch eine Bootsfahrt durch eine der legendaeren Waitomo Caves und konnten Tausende Gluehwuermchen beobachten. Die letzten 2 Tage verbrachten wir dann in Auckland, der City of Sails. Teure Jachten und schoene Segelbote konnten wir in den ewig langen Buchten beobachten.
Nach einem ueber 12-stuendigen Aufenthalt auf dem Flughafen in Auckland, haben wir nun einen 8-stuendigen Aufenthalt in der Brunei, den wir noch mit einer 1-stuendigen (kostenlosen) Stadtrundfahrt fuellen.
Ausfuehrlichere Informationen gibt es ab naechster Woche live und in Farbe. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf den letzten singapurischen Fressmarathon.

Liebe Gruesse aus Bandar Seri Begawan

Chris & Katrin

Samstag, 14. März 2009

Aotearoa at its best

Dear friends,
we are now in Rotorua (North Island) and the weather is great!!! Endlich kein Regen mehr und auch der Wind haelt sich in Grenzen. Nur noch Sonne und weisse Wolken. Entsprechend heisst Neuseeland auf Maori auch Aotearoa - Land der langen weissen Wolke.
Auch unser Camper (Toyota) ist wunderbar. Da schleaft man endlich wieder gut drin. Zusaetzlich haben wir sogar nen DVD Player mit 2 Freifilmen.
Unsere letzten Tage in Christchurch waren sehr schoen. Hier konnten wir uns zum einen ausruhen, aber auch noch vieles erleben. Am Mittwoch gings dann mit Air New Zealand nach Auckland und von dort aus erstmal nach Osten. Von Coromandel Peninsula die Pazifikkueste entlang, ueber den Hot Water Beach (Man braucht sich am Strand nur ein kleines Loch buddeln und schon hat man seinen privaten Spa Pool mit ca. 60 Grad heissem Wasser, welches sich relativ schnell abkuehlt, so dass man es sich gut gehen lassen kann - zumindest bis die Flut kommt) bis nach Matamata. Von dort aus konnten wir naemlich gestern nach Mittelerde eindringen und uns wie ein Hobbit fuehlen! Auf einem riesigen Farmgelaende stehen hier noch die leider letzten Kulissen der Herr der Ringe Trilogie. Hier in Rotorua sind wir nun im aktivsten Gebiet Neuseelands. Wir wohnen momentan naemlich neben brodelnden Schlammloechern, nach faulen Eiern stinkenden Schwefelseen und natuerlichen heissen Quellen.
Auf der Nordinsel sind wir auch endlich auf die Maori getroffen, die es hier in wesentlich groesserer Anzahl gibt. Die Clans haben fast nur die Nordinsel besiedelt. In den naechsten Tagen gehts dann nach Sueden, ueber Mordor (Mt. Tongario) bis nach Wellington.

Mittwoch, 25. Februar 2009

There and Back again

Heute sind wir im Norden der Suedinsel angekommen und haben den ersten Teil unserer Reise schon fast hinter uns. Was wir bisher gesehen haben, war sehr schoen (abgesehen von den Ortschaften - von Staedten wuerde ich nicht sprechen). Uebermorgen beginnen wir unsere 5-taegige Wanderung auf dem Abel Tasman Coastal Track - dieser fuehrt uns entlang traumhafter Buchten und wunderschoenem Regenwald. Die letzten 2 Tage waren wir schon zum Einlaufen im Kahurangi NP, wo wir allerdings sehr nass geworden sind. Wir hatten ueberhaupt die ganze letzte Woche Regen. Anfangs den ganzen Tag und Nacht, mittlerweile nur noch ab und zu, aber die Wolken scheinen uns zu verfolgen. Wir hoffen das wir jetzt besser! Es ist ganz schoen nervig das Zelt nass einzupacken, um es dann im Regen wieder aufzustellen. Aber ansonsten geht es uns gut und wir geben die Hoffnung auch noch nicht so schnell auf. Da wir hier im Internet Cafe sind, gibts leider auch keine Bilder, aber ich denke ihr freut euch schon alle auf die Diashow ;-)

Gruss C&K

Donnerstag, 12. Februar 2009

Chris in Neuseeland

Er hat es endlich geschafft und ist heut morgen ziemlich erschoepft aber gut in Christchurch gelandet. Nach einem regnerischen Tag in Melbourne, konnte er sich erstmal mit einer Dusche und guten Pancakes mit Erdbeeren ieder auftanken. Danach einen kurzen regnerischen Stadtbummel, gefolgt von einem ausgiebigen Mittagsschlaf und anschliessend das grosse Packen. Ab morgen werden wir nur noch sporadisch im Internet sein, auch skypen wird dann nur noch per Zufall stattfinden. Wir wuenschen euch allen schoene 2 Monate und versprechen ganz oft an euch zu denken. Nochmal fuer alle, die es vergessen haben: Wir kommen am 30.03.2009 zurueck und starten sofort in den Unistress.

Dann machts mal gut!
Alle weiteren Reiseberichte erfolgen muendlich oder aus diversen Internetcafes!

Katrin

PS: Chris schlaeft schon seit ner halben Stunde!

Mittwoch, 4. Februar 2009

31.01. - 03.02. - Chris

Kuala Lumpur, die II.
Da mein Bruder unbedingt noch nach KL wollte (und er ohne mich ja nicht zurecht kommt), hab ich uns noch einen günstigen Flug nach Malaysia besorgt. Neben dem Bekannten (SkyBridge, KLCC, KL Tower, Chinatown etc.) haben wir auch einen Ausflug zu den Batu Caves gemacht. Diese Kalksteinhöhlen wurden vor gut 100 Jahren entdeckt und sind heute das Heiligtum der malaiischen Hindus. Zu der Haupthöhle (Light Cave) führen 272 Stufen hinauf. Neben einigen Stalagmiten gibt es hier auch ca. 50 Affen, die so ziemlich alles klauen, was wie eine Tüte aussieht. Zudem werden die Mülleimer durchwühlt (entsprechend sieht es auch aus wie auf einer Müllhalde) und auch mal gerne ein paar Kokosnüsse auf die Touristen geworfen. Am kommenden Wochenende beginnt dann die große Pilgerwanderung zu den Höhlen. Bei einigen blutigen Ritualen heften sich die Hindus 20 kg Gestelle mit Früchte u.ä. mit Widerhaken an Brust und Rücken. Prost Mahlzeit.

Montag, 2. Februar 2009

24.01. - 31.01. - Chris

Auch meine letzte Woche in Singapur ist wie im Flug vergangen. Am 26.01 ist mein Bruder hier gelandet und die Sightseeing-Tour ging von vorne los.
Am Chinesischen Neujahrsfest in der Nacht vom 25. auf 26.01. war ich auf dem Nachtmarkt in Chinatown. Dort war auch einiges los. Ganz im Gegensatz zur restlichen Stadt, die fast leer wirkte. Aber Lunar New Year ist ja auch ein Familienfest, so dass sich die meisten mit ihren Fanilien treffen. Ein paar Veranstaltungen fanden dann auch in Chinatown statt. Allerdings alles nur auf chinesisch, so dass ich kein Wort vom Showprogramm verstanden habe. So bin ich zur Marina Bay, wo das River Hong Bao veranstaltet wurde. Auf einer kleinen, künstlichen Insel wurden (schön kitschig) viele bunt beleuchtete Figuren aufgestellte, dazu Musik und Tanz. Das Feuerwerk war allerdings sehr schwach. Es gab nur ein paar Böller und viel Rauch.
Am Dienstag ging es dann nochmal in den Urwald. Im MacRitchie Reserve konnten wir auf unserem 10km Marsch so einige Affen beobachten und auf einer Hängebrücke über den Baumkronen spazieren (Treetop-Walk). Die Abende verbrachten wir mit Essen im Lau Pa Sat und Trinken in den Bars am Clarke Quay und im Swissotel.
Am 30.01. war dann mein letzter Abschiedstag. Mein Chef hatte mich nochmal zum Essen eingeladen (Thai). Dann mußte ich leider meine Green Card wieder abgeben und bin somit wieder 100% Deutscher.

Sonntag, 25. Januar 2009

Field Trip in den Wetlands

Letzte Woche (19.01. - 24.01.09) hatte ich die Gelegenheit mit zwei meiner Kollegen (Stephen & Rowan) auf einen Field Trip in die Wetlands zu fahren.
Auf Kosten der Firma versteht sich! Die Wetlands befinden sich am Suedende der Suedinsel und bestehen aus einem grossen und einem kleinen Teilgebiet. Unsere Forschungen beschraenken sich auf das kleine Teilgebiet, was erstmalig vor 20 und dann nochmal vor 5 Jahren abgebrannt ist. Wir untersuchten wie sich die Vegetation das Gebiet zurueck erobert und sammelten zusaetzlich Unmengen an GPS Daten.
Das Untersuchungsgebiet erstreckte sich auf vielleicht 5 mal 3 km. Also eigentlich nicht sehr gross. Aber es war unheimlich anstrengend dort zu laufen, da wir entweder mannshohe, sehr dichte Vegetation hatten, oder sehr weiche kissenartige oder pieksende. Ueberall waren die abgebrannten Reste der Manukabaeume und sehr viel Wasser durch das wir durch mussten.
So war es immer sehr anstrengend (und nass) von Punkt zu Punkt zu laufen. Wir trugen ca. 8 h am Tag Gummistiefel, aber zum Glueck war es nicht sooo heiss (ausser Freitag), dass unsere Fuesse kochten. Wir legten an jedem Punkt ein Massband von 12m in jede Richtung (Nord, Ost, Sued, West) und erhoben aller 2 m die Vegetation.
Abendbrot gab es dann immer in einem anderen Restaurant, so dass wir eine abwechslungsreiche Ernaehrung hatten: Thai - Seafood - Japanese - Irish - Tuerkisch! Nam Nam!

- Bilder folgen -

Dienstag, 20. Januar 2009

17. - 18.01. - Chris

Mein erster Auslandsaufenthalt in diesem Jahr ist vorbei und ich bin von meinem Wochenendtrip aus Kuala Lumpur zurück. Kuala Lumpur ist Malaysia. Und das mein ich nicht nur geographisch. Denn trotz der Nähe und der gemeinsamen Vergangenheit gibt es doch große Unterschiede zu Singapur. KL ist lauter, hektischer, dreckiger und heißer - eben eine südasiatische Hauptstadt.

Um 6:10 Uhr ging mein Flug mit der Billigfluggesellschaft TigerAir vom Changi Airport nach KL. Keine 40 Minuten später war ich dann auch schon da. Schnell durch die Passkontrolle und ab in den Bus, da der Flughafen KLIA gut 75 km südlich der Stadt liegt. Eine Stunde später bin ich am neuen Hauptbahnhof Stesen Sentral angekommen. Und dann begannen schon die ersten Probleme. Als öffentliche Verkehrsmittel dienen hier Hochbahnen. Doch anders als in Singapur gibt es hier vier Betreibergesellschaften. So dass die Stationen untereinander sehr selten verbunden sind und man beim Umsteigen zu einer anderen Station laufen muss. Und zum anderen gibt es natürlich auch keine gemeinsamen Fahrkarten. Man muss also für jede Strecke ein einzelnes Ticket kaufen. Auch die Automaten sind recht unpraktisch, da sie meinen 10-Ringgit-Schein (etwa 2,10€) nicht angenommen haben. Man kann nur mit max. 5 Ringgit zahlen. Also musste ich doch erstmal meinen "2€-Schein" wechseln!
Dann ging's endlich los. Natürlich zum Wahrzeichen der Stadt, den Petronas Twin Towers (1. Bild). Und die sind einfach nur gigantisch. So hoch, dass ich sie fast nicht komplett fotografieren konnte. Mit 452 Metern waren sie bei der Fertigstellung 1996 das höchste Gebäude der Welt und ist heute noch das höchste Gebäude mit Zwillingstürmen und besitzt die weltweit höchste SkyBridge. Diese Brücke verbindet die beiden Türme im 41. Stockwerk miteinander. Täglich werden 1.200 Freikarten für einen 10minütigen Besuch verteilt. Entsprechend lang war dann auch die Schlange als ich um 9:00 Uhr dort war. Aber dafür hab ich mein Ticket für 15 Uhr bekommen und die Aussicht ist schon fantastisch. Dazu bekommt man noch ein Petronas-Gehirnwäsche-Promovideo gezeigt. Diese Image-Werbung soll zeigen wie toll doch der nationale Öl- und Gaskonzern ist.
In der unteren sechs Stockwerken kann man dann im großen Stil einkaufen. Hier ist alles vertreten was Namen hat - natürlich auch mit entsprechenden Preisen. Hinter den Türmen befindet sich noch ein schöner Park, der den ganzen Kuala Lumpur City Centre Komplex (KLCC) miteinander verbindet.
Danach ging's erstmal ins Hotel. Sehr günstig, aber trotzdem recht sauber, innen sogar mit einem eigenen Subway-Restaurant. Und die Sandwiches kosten dort doch tatsächlich keine 2€. In Deutschland bezahlt man glaub ich das 3fache.
Am Abend ging es dann nach Chinatown (2. Bild). Dort gibt es den bekannten Nachtmarkt mit den vielen bekannten "Originalwaren". Klamotten, Schuhe, Uhren und Taschen - bei allem kann man sich über's Ohr hauen lassen.

Am Sonntag fuhr ich dann nach dem sehr enttäuschenden World Trade Center zum Pedang (3. Bild), einer Rasenfläche auf der 1957 die Unabhängigkeit ausgerufen wurde. Dort befindet sich auch der mit 100m höchste Fahnenmast der Welt. Sehr hübsch sind auch die umliegenden Gebäude wie der Selangor Club und das Sultan-Abdul-Samad-Gebäude. Weiter ging es dann über den Zentralmarkt (4. Bild) Richtung Süden zum alten Hauptbahnhof, der mit seinen Kuppeln und Türmen eher einer Moschee gleicht und im Osten das Golden Triangle mit einigen Shops und Einkaufsmöglichkeiten. Am Times Square gab es dann die erste Pizza des Jahres. Lecker und endlich auch billig. Mmmmmmmmhhhh.

Generell kann ich sagen, dass KL einige schöne Ecken hat, aber leider auch viele unschöne. Alte, heruntergekommene Häuser sieht man überall, dazu die viele Motorräder und nicht funktionierende Ampeln, so dass man nur bei rot die Straßen überqueren kann. Dreckig ist es überall, außer am Pedang und den Twin Towers. Auch die Menschen sind hier anders. Ständig wird man von Taxifahrern angehupt (als ob man nicht sehen würde, dass das Taxi frei ist) oder von anderen angesprochen. Zuerst dachte ich, mich will einer durch ein Gespräch ablenken und ein anderer von hinten ausrauben. Doch nachdem dies nicht passierte und mir auch keiner irgendetwas andrehen wollte, hab ich gemerkt, dass es hier üblich ist und die Menschen viel offener gegenüber Fremden sind. So hat mich z.B. ein Student aus Libyen auf dem Weg zum Nachtmarkt angesprochen. Solange man den gleichen Weg geht, unterhält man sich wo man herkommt und was man so macht. Muss einer dann abbiegen, verabschiedet man sich und geht wieder getrennt Wege. So bekommt man doch noch so manch einen Tipp. Am KLCC wollte sich dann auch noch eine Gruppe von neun malaiischen Mädels mit mir fotografieren lassen. Jede einzeln, vesteht sich.

Am Abend ging dann mein Bus vorbei an der Sepang F1 Rennstrecke zurück an den Flughafen. Und nach 40 Minuten Flug war ich dann endlich wieder daheim. Und wie ich feststellte, bin ich hier schon ein Einheimischer. So musste ich mich nicht an die langen Schlangen für Ausländer an den Immigration-Schaltern anstellen, sondern durfte an den "Welcome home"-Schalter und saß 10 Minuten später in meiner (leeren, einfachen und sauberen) Bahn nach Hause.

Freitag, 16. Januar 2009

03. - 11.01. - Chris

Hallo zusammen,
hiermit melde ich mich wieder zurück. Nach den Neujahrfeierlichkeiten hab ich ja jetzt noch einiges nachzutr
agen:

Ganz zufällig hab ich am ersten Januarwochenende einen sehr sehenswerten Wanderweg entdeckt, der ganz unverständlicher Weise nicht im Reiseführer steht. Eigentlich war ich auf dem Weg nach Sentosa und habe den Mount Faber erklommen, von dem eine Seilbahn auf die Vergnügungsinselführt. Doch bei der Rundgang durch den Mount Faber Park, hab ich dann die „Southern Ridges“ entdeckt.
Dieser südliche Kamm erstreckt sich von dort bis an das Westende Singapurs. Die 9km langen Grünanlagen von Mount Faber Park, Telok Blangah Hill Park, Kent Ridge Park bis zum West Coast Park sind durch Fußpfade und Brücken miteinander verbundenen.
Der Mount Faber Park ist einer der ältesten Parkanlagen Singapurs. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf den Hafen. Weiter geht es dann den Faber Walk entlang zu den Henderson Waves, die mit 80m höchste Fußgängerbrücke Singapurs. Einzigartig ist auch die architektonische Gestaltung.
Von dort aus geht es dann weiter über Brücken wie die Alexandra Arch durch die Baumkronen und kann die reichhaltige Flora und Fauna genießen.

Am 10. ging's für mich ins Holland Village. Dieses Viertel ist bei Europäern sehr beliebt, allerdings nur mit dem Bus zu erreichen. Doch wer hier lebt, braucht keinen Bus. Kaum bin ich hinter dem Botanischen Garten angekommen, zeigen sich auch schon BMW-, Mercedes-, Porsche- und Lexus-Schlitten. Auch die Häuser, meist hinter hohen Mauern und Eingangstoren versteckt, lassen erahnen, welche Klientel hier lebt. Alles ist recht schön anzusehen. Doch dann in der kleinen Hauptstraße angekommen, die mit einigen westlichen Geschäften, Bars, Restaurants und zu viele Schönheitssalons bestückt ist, fühlt man sich schnell unwohl. Ausschließlich westliche Bevölkerung, die vor Arroganz strotzt, war ich in Singapur nicht gewohnt. Daher hat sich mein Ausflug dann auch schnell wieder beendet.

Am Sonntag ging es dann aber wirklich nach Sentosa. Das einstige Fischerdorf diente als Grabstätte (Balakang Mati - Rücken der Toten) und war bis zur Unabhängigkeit britische Militärbasis. Heute ist es eine reine Freizeitinsel mit drei großen Stränden und vielen Attraktionen wie einem Unterwasseraquarium, Rodelbahn, Museen, Schmetterlingspark und vielem mehr. Alles natürlich gegen Eintrittsgebühr. Selbst ein Eintritt auf die Insel wird verlangt. Mit S$3 kann man dann aber auch die Pendelbusse auf der Insel nutzen.
Daneben fand an diesem Wochenende aber auch das Volvo Ocean Race statt, eine Segelregatta, die um die ganze Welt führt. Mit Singapur wurde das erste Mal ein asiatischer Hafen angelaufen. Deshalb war auch der Jachthafen im Osten der Insel an diesem Wochenende frei zugänglich. Gewöhnlich ist dort der Zutritt für Unbefugte verboten.

Montag, 12. Januar 2009

Fischen

Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit mit meiner Mitarbeiterin Stella und ihrem Partner Terry zum Fischen zu fahren. Wir fuhren frueh um 6:00 Uhr los, da wir auf die Tide angewiesen waren. Ca. 80 km noerdlich von Christchurch liesen wir das Motorbot zu Wasser.



Wir starteten an einer Flussmuendung und fuhren raus aufs offene Meer. Zu Beginn erwartete mich ein super Motorboot Ritt. Dann fingen wir an die Angeln auszuwerfen und keine 5 min spaeter hatte bei mir einer angebissen - allerdings ein Dogfish (kleiner Hai), den wir wieder schwimmen liessen.



Allerdings wechselten wir den Standort, denn wo Haie sind, sind keine Fische. So nach und nach fischten wir 12 blue cods (sehr gut) und einen uns bis dahin noch unbekannten Fisch.



Die blue cods muessen mindestens eine Groesse von 30 cm haben, sonst sind es Jungtiere und muessen zurueck ins Meer. Der uns nicht bekannte Fisch war ein red cod, wie sich leider zu spaet herausstellte, denn es war leider noch ein Jungtier (trotz 30 cm), aber sehr lecker!


Als Terry zum Schluss noch einen Hai angelte, hoerten wir auf und fuhren zurueck. Auf dem Rueckweg zeigte mir Terry noch, wie man die Fische ausnimmt und dabei haben wir gleich die Seagulls (Moewen) gefuettert.



Es war ein sehr schoener Ausflug. Zurueck bei Stella zu Hause haben wir die Fische noch filetiert und dann bekam ich sogar ein Drittel der Beute ab, so dass meine Mitbewohner und Ich ein koestliches Mahl hatten.

Freitag, 9. Januar 2009

Heaphy Track

Der Heaphy Track ist Teil des Kahurangi National Parks in der nordwestlichen Ecke der Suedinsel. Er ist der laengste der 9 Great Walks in Neuseeland. Mit 78,4 Kilometer Laenge, durchquert man das vielfaeltige Landschaftsangebot, angefangen von der rauen West Coast, ueber Nikau Palmen, ueppigem Jungle mit uralten einhimischen Baeumen, zu weitreichendem Tussock Gras und zahlreichen Fluessen.
Der Nachteil an diesen Great Walks ist nur, dass es keine Rundwege sind, sondern man teilweise ueber 400 km (wie wir) vom Auto entfernt sind. Zum Glueck wollte unsere andere Mitbewohnerin Esther ebenfalls den Heaphy Track laufen und so konnten wir im Vorfeld die Autos tauschen, um dann am Ende unser eigenes wieder zu haben. Simone, Herby und ich starteten am 30.12.08 am spaeten Nachmittag und hatten lediglich eine Stunde Fussmarsch vor uns. Der Weg ging zwar die ganze Zeit durch den Wald, aber dennoch immer parallel zum Strand, so dass wir immer wieder das Meer sahen.
Schon hier am Anfang war der Wald unbeschreiblich schoen. Aufgrund einer Sandfly-Plage (Sandflies sind kleine Fliegen, die beissen, aber keine Geraeusche machen. Die Bisse jucken unheimlich und sehr lange – ich hatte ca. 50) am ersten Zeltplatz, kochten wir am Strand und gingen frueh zu Bett. Am naechsten Tag wurde der Wald noch schoener und verwunschener. Ueberall mit Moos bewachsene Baeume, unberuehrte Natur und einzigartige Pflanzen in all ihrer Vielfalt. So blieb es dann auch den ganzen Track, auch wenn sich die Landschaft etwas aenderte.
Angefangen mit Jungelfeeling ging es weiter mit den schoenen Tussock Graesern. Wir ueberquerten zahlreiche Haengebruecken und sahen und hoerten viele Voegel.
Silvester hatten wir ein Lagerfeuer am Strand, mit Marshmallows und Sekt und einem unheimlich klaren Sternenhimmel. Ich habe noch nie sooooooo viele Sterne auf einmal gesehen. Der dritte Tag war dann unser Ruhetag am Strand. Auch nur doert konnte man es aushalten, da wir andernfalls von Sandflies aufgefressen worden waeren. Innerhalb der naechsten Tage hatten wir nicht nur wunde Fuesse, sondern trafen auch viele sehr nette Menschen mit denen wir immer sehr schnell ins Gespraech kamen.
Es war ein sehr schoener Trip, der jeder gelaufen sein sollte, wenn er einmal in Neuseeland ist. Am letzten Abend bekam ich noch eine Einladung von einem Besitzer einer Hirschfarm von der Nordinsel, der ich auf alle Faelle nachgehen werde.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Westcoast

Wir verliessen den APNP am 25.12.2008 und erreichten am selbigen Tag Greymouth (an der Westkueste). Es war wie eine Geisterstadt. Total verlassen, alles geschlossen - richtig unheimlich. Aber nur am Weihnachtstag. Also zogen wir weiter nach Punakaiki und fanden auch schliesslich ein sehr schoenen Zeltplatz.

Wir trafen einen deutschen Radfahrer und ein Vater-Sohn-Paerchen mit denen wir uns sofort gut verstanden und den ganzen Abend unterhielten.

Am naechsten Tag ging es nochmal nach Greymouth zum Einkaufen und dann zu den Pancake Rocks.
Diese einzigartigen Felsformationen sind bis heute noch nicht 100%ig erforscht. Es ist klar, dass der weiche Kalkstein aus dem haerteren Granit ausgewaschen wurde. Aber wieso diese Anordnung ueberhaupt in dieser Form entstanden ist, ist noch ungeklaert. Zurueck am Zeltplatz trafen wir doch tatsaechlich die deutsche Familie vom Wandern wieder und verabredeten uns am naechsten Tag zu einer gemeinsamen Wandertour. Es ging in den Paparoa National Park an der Westkueste entlang des Fox Rivers zu den Fox River Caves und zum Ballroom Overhang. Auch diesmal hies es: changing riversides!

Aber es ging zum Glueck nicht die ganze Strecke nur im Bachbett entlang, sondern auch durch den Wald.
So konnte man die einzigartige und atembraubende Landschaft hautnah geniessen! Die Hoehle war wirklich toll. Man konnte da einfach rein und darin rumkraxeln.

Es gab jede Menge Stalagmiten und Stalagtiten zu sehen - war sehr eindrucksvoll. Der Ballroom Overhang war ein ausgespuelter Felsvorsprung von beieindruckender Groesse.
Auch nach diesem sehr gelungenen Tag folgte eine ausfuehrliche Verabschiedung, diesmal mit Austausch der E-Mail-Adressen. Am naechsten Tag fuhren wir weiter gen Norden nach Westport und besichtigten die Robbenkolonie.
Und ratet mal, wen wir dort getroffen haben - richtig die deutsche Familie. Jetzt aber entgueltig zum letzten Mal. Die Robben waren wirklich niedlich, haben aber ganz schoen gestunken. Wir machten noch eine einstuendige Wanderung zum Leuchturm und dann ging es weiter zum Zeltplatz und an den Strand.
Nun ging es erstmal kurz ins Inland nach Murchison zu meiner Mitbewohnerin und am naechsten Tag begann das naechste Abenteuer!

22.12.-25.12. - Arthur’s Pass National Park

Nachdem ich in etlichen Backpacker Hostels einen Zettel aufgehangen hatte, ob nicht jemand mit mir ueber Weihnachten/Neujahr reisen moechte, bekam ich sogar einige Anrufe und E-Mails, aus denen dann leider nichts wurde. Doch kurz vor Aufbruch in der letzten Woche bekam ich einen Anruf von Herby (Herbert), der mich dann die naechsten Tage begleiten sollte. Herby ist 30 und aus Bayern. Er ist die letzten 4 Jahre Truck gefahren und ein ganz lieber Kerl.

Nach heftigem Regenfall am Samstag (20.12.08) haben Herby und ich unsere Abreise von Sonntag auf Montag (22.12.08) verschoben. Wir fuhren von Christchurch aus Richtung Westen zum Arthur’s Pass National Park, der relativ zentral zwischen Ost- und Westkueste liegt. Wir informierten uns im DOC-Office (Department of Conservation) vor Ort und liessen uns ueber die schoensten Wanderstrecken beraten. Wir entschieden uns fuer eine 4-Tageswanderung von insgesamt 17 h Laufzeit. Allerdings haben wir schnell gemerkt, dass diese Laufzeit fuer fitte Wanderer mit leichtem Gepaeck ist. Wir hatten beide Kriterien nicht erfuellt. Da wir keine 9 h am zweiten Tag laufen wollten, hatten wir ein Zelt dabei um einen extra Tag einschieben zu koennen, was sich auch gelohnt hat. Die Wanderung begann mit 3 Flussueberquerungen (keine Bruecke) und dann ging es etwa 1 Stunde durch den Wald.


Danach mussten wir dem Bachbett folgen – sehr steinig, bis es wieder in den Wald ging. Nach ca. 2,5 h kamen wir an einen Punkt, wo der Track nach rechts in den Wald ging, aber bald endete. So sind wir dann schliesslich 1,5 h im Unterholz rumgekrochen, um den Pfad zu finden, bevor wir uns entschlossen zurueck zu gehen. Und erst wenn man von dieser Richutng kommt, sieht man das orangene Dreieck am Baum, dass nach links zeigt – typisch Neuseeland. Noch ein kurzes Stueck am Bachbett und dann wieder in den Wald, aber steil bergauf. Und wer hier denkt, das war ein schoener breiter Wanderweg – Ha ha ha!!! Dieser Track war, was man bei uns quer feld ein laufen nennt. Es ging steil bergauf ueber Stock und Stein – meterhohe Treppen, die ich mit meinen kurzen Dackelbeinen kaum ueberwinden konnte, ohne mich an Wurzeln oder Pflanzen hochzuziehen. Nach ca. 7 h Laufzeit und etlichen Pausen, sind wir dann schliesslich nachts um 1 Uhr in der Edward Hut (1000 m) angekommen - total erschoepft.

Am naechsten Tag ging es weiter durch meterhohes Gras – und riesen Geroellfeldern. Hier folgten wir nicht mehr den orangenen Dreiecken, sondern Steinformationen (kuenstlich aufeinandergestapelte Steine) und orangenen Staeben. Am Ende des zweiten Tages folgte noch ein Freeclimbing Act an einem Bachlauf den Pass hinauf nach Tarn Col (1368 m), wo wir schliesslich an einem wunderschoenen Bergsee unser Zelt aufschlugen. Nach dieser Anstrengung goennten wir uns ein kuehles bis eiskalten Bad im See.

Der dritte Tag war dann schliesslich der enspannteste, da wir uns betreits eingelaufen hatten. Begonnen haben wir mit einem ca 1,5 stuendigen Abstieg an einem Bachlauf. Aber nicht so steil, wie wir ihn hochliefen. Dann ging es etwas durch sumpfiges Gebiet und erstmal wieder hinauf ueber den Walker Pass. Dann natuerlich wieder runter und dann immer am Bach entlang oder besser gesagt rueber und nueber (changing riversides).


Wir hatten uns schon gewundert warum der Trackk kurz vor der Huette wieder in den Wald abbiegt, wo doch die Huette direkt am Bach liegt, aber nach einstuendiger Erklimmung des „Gipfels“ hatten wir unsere Antwort: ein Wasserfall.

Noch einmal durch den Fluss und dann stand ich ploetzlich vor der Huette. Es war der 24.12.2008 und wir waren nicht die Einzigen. Gesellschaft leisteten uns ein aelteres Kiwi Ehepaar, eine Familie aus Suedafrika, die schon seit 12 Jahren in Neuseeland lebt und eine weitere deutsche Familie aus Konstanz ,mit denen wir uns schliesslich anfreundeten und erstmal eine Runde (oder zwei) Bohnanza spielten. Das war ein wunderschoener Weihnachtsabend. Am naechsten Tag haben wir Deutschen dann den Rest des Weges gemeinsam gemeistert, auch hier hiess es wieder – changing riversides. Es ging immer entlang eines Bachbettes – sehr steinig. Am Auto angekommen wurden wir noch zu unserem eigenen Auto gefahren und nach etlichen Verabschiedungen fuhren wir gen Westkueste.

Donnerstag, 1. Januar 2009

31.12. - Chris

Ich wünsche euch allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr. Mögen eure Ziele und Wünsche in Erfüllung gehen.

Gegen 19.00 Uhr hab ich mich bei waren 31°C aufgemacht, das Silvesterfeuerwerk am Marina Bay zu verfolgen. Dort fand das einzige Feuerwerk des Abends statt, da private Feuerwerkskörper verboten sind und nicht verkauft werden. Die Anlage befindet sich zwischen dem Esplanade Theater und dem Buisness District. Von meinem Arbeitsplatz aus konnte ich schon die Wochen zuvor die Aufbauarbeiten beobachten. So lagen dann am Ende etwa 10.000 Bälle mit Wünschen von Singapurern für das Neue Jahr in der Bucht.

Auf der Bühne wurden über zwei Leinwände Grußbotschaften gesendet und zwischendurch traten immer wieder lokale Bands auf. Etwa 200.000 Menschen waren dann gegen Mitternacht da - vorwiegend Malaien, da für Chinesen das Jahr erst zu Luna New Year am 26.01. beginnt. Punkt 12 startete dann das Feuerwerk auf dem Wasser. Es ging zwar nur etwa 10 Minuten, war dafür aber recht schön. Angestoßen wurde mit Wasser, Cola oder Säften, da es keine Stände mit Alkohol gab. Um halb 1 ging der große Aufbruch los. So richtig gefeiert, wird hier also nicht. Doch zumindest ging das Programm auf der Bühne noch weiter und so konnte ich dem großen Abtransport entgehen.