Nach gut sechs Stunden Autofahrt sind wir nun in Sydney angekommen. Und zu unserer Überraschung war unser erster Eindruck doch eher enttäuschend. Vermutlich lag es am schlechten Wetter, denn der Wind und die vielen grauen Wolken ließen die Stadt sehr trist erscheinen. Insbesondere das Opernhaus wirkte in seinem bräunlichen Anstrich (den hier die meisten Gebäude haben) nicht sehr majestätisch. Doch das sollte sich noch ändern...
Zufällig waren wir am 11.11. genau 11:00 Uhr am Martin Place, wo in Sydney der Remembrance Day "gefeiert" wird. Dieser im gesamten Commonwealth veranstaltete Tag der Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkriegs, ging mit einer Schweigeminute und einer Rede des Gouverneurs von New South Wales einher.
Unsere Stadttour führte uns dann in das erste Hafenviertel The Rocks. Der ursprüngliche Charme der sich hier befindlichen Lagerhäuser und Hafengebäude blieb dank liebevoller Restaurationen erhalten. Das Viertel wird heute von Restaurants, Cafés und kleinen Läden geprägt. Weiter ging es dann die scheinbar endlos langen Straßen Richtung Süden. Dabei fällt das riesige Verkehrsproblem dieser so hügeligen Stadt auf. Hier fahren einfach viel zu viele Autos und Busse um einigermaßen zügig durch die Stadt zu kommen. Daneben gibt es nur eine einzige Straßenbahnlinie im Süden der Stadt, die nicht wirklich in Anspruch genommen wird. Eine bestehende Einspurbahn über den Straßen Sydneys wurde 2013 sogar demontiert. Mit einem Ausbau hätte man dagegen wohl mehr gegen das Verkehrschaos erreichen können (entsprechende Planungen soll es wohl auch schon wieder geben).
Am zweiten (deutlich wärmeren) Tag haben wir eine Fahrt mit der Fähre von Manly im Norden direkt zum Circular Quay unternommen. Bei der Einfahrt in den Hafen, vorbei an Harbour Bridge und Oper, wirkt die Stadt dann doch sehr beeindruckend. Der Circular Quay ist aufgrund seiner Fährverbindungen zu den nördlichen Vierteln Sydneys ein Hauptknotenpunkt und touristischer Anziehungspunkt zugleich. Hier gibt es gegen Abend viele Vorstellungen von freien Künstlern, Jongleuren und Aborigines (Didgeridoo). Innerhalb des CBD gibt es neben den zahlreichen Hochhäusern immer wieder vereinzelt Gebäude aus der viktorianischen Zeit. Kirchen, das Rathaus und Museen sind Beispiele hierfür. Die meisten alten Gebäude wurden jedoch aufwendig restauriert und in Shopping Center umgewandelt.
Am schönsten fanden wir jedoch die Harbor Bridge. Diese beeindruckende Stahlbrücke mit vier Sandsteinpylonen aus den 1930er Jahren war vor der Oper das Wahrzeichen von Sydney. Einer der Pylone dient als Museum und Aussichtsplattform. Die Aussicht von hier ist wirklich grandios.
Unsere letzte Anlaufstelle war dann der Darling Harbour. Dieser ebenfalls liebevoll restaurierte alte Hafenarm dient heute mit vielen Restaurants und Bars als buntes Vergnügungsviertel.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen